Digital Signage Cloud vs. On Premise


In unserem heutigen Beitrag soll es um das Thema Digital Signage in der Cloud oder On Premise gehen. Wir erklären Ihnen beide Begrifflichkeiten und gehen transparent auf die Vor- und Nachteile ein.

Die Cloud

Ein Begriff, der heute kaum noch aus unserem Alltag wegzudenken ist. Kaum ein Handy funktioniert heute noch ohne eine solche Cloud-Anbindung. Fotos, Videos, Musik, Dokumente oder Apps werden im Privaten heutzutage einfach in die Cloud geladen und der interne Speicherplatz des Smartphones wird dabei nicht verbraucht. Mittlerweile wird auch Cloud Gaming eine große Zukunft vorausgesagt, da die Leistung der Hardware, welche der Anwender zuhause besitzen muss, nur noch bedingt eine Rolle spielt. Die notwendigen Ressourcen werden dabei größtenteils aus der Cloud zur Verfügung gestellt, sodass man nicht permanent die neueste und beste Hardware benötigt und trotzdem keine Abstriche bei der Leistung eingehen muss. Auch das Teilen von Inhalten mit Freunden und Familienangehörigen wurde durch die Cloud deutlich einfacher. Im Privaten ist die Cloud mittlerweile etabliert und bewährt. Im Business-Umfeld merkt man jedoch, insbesondere in Deutschland, noch immer eine große Skepsis und Vorbehalte gegen Cloud-Lösungen.

Anfänge der Cloud 

Gehen wir jedoch einmal ganz zum Anfang. Bereits in den 1950er Jahren hatte Herr Dr. Herbert R.J. Grosch von IBM damit begonnen, das Verhältnis zwischen Geschwindigkeit und Kosten von Computern sowie die Verteilung von Daten und Aufgaben von wenigen großen auf viele kleine Recheneinheiten zu erforschen. Damit legte er die Basis für die allseits bekannte Client Server Architektur. Im Laufe der Jahre wurde diese Idee immer wieder weiterentwickelt und spätestens seit Erfindung des Internets (Hypertext Transfer Protocol  oder abgekürzt http) konnten Daten von verschiedenen Computern untereinander ausgetauscht werden. Da es ab diesem Zeitpunkt möglich gewesen ist, Daten zwischen zwei oder mehreren Computern hin und her zusenden, konnte fortan der Fokus auf die Bereitstellung von u. a. Softwareanwendungen oder Online-Speicher gelegt werden. Spätestens, seit Apple im Jahr 2007 das iPhone und seine iCloud zum ersten Mal der Welt präsentierte, war die Cloud, wie wir sie heute kennen und schätzen, nicht mehr aufzuhalten. 

Andere Pioniere für den Fortschritt der Cloud

Doch auch Amazon ist in der Liste der Cloud-Pioniere nicht zu vergessen. Im Jahr 2006 veröffentlichte der weltbekannte Konzern seinen Dienst Amazon Web Services (AWS). AWS war die erste echte Cloud-Plattform, die das Thema Cloud-Computing für die Massen einfach nutzbar machte. Insbesondere Geschäftskunden konnten jetzt nicht nur Ihre Investitionskosten dramatisch reduzieren, indem sie laufende Anwendungen und Hosting auslagerten, sondern der Fokus der eigenen IT wechselte außerdem von der Wartung von Soft- und Hardware zu Entwicklung und Management von Anwendungen, die jedermann einen echten Mehrwert bieten.

Die Cloud hilft in Spitzenzeiten

Mittlerweile ist nicht nur Amazon mit seiner AWS mehr als nur erfolgreich, sondern immer mehr Anbieter sind auf Cloud-Speicher und Cloud-Anwendungen umgestiegen. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Total Cost Ownership (TCO), oder der Kostenvergleich zwischen einer Cloud-Lösung und dem Betreiben von eigenen Servern oder Speicherplatz über einen bestimmten Zeitraum ist so signifikant, dass die Cloud eben mehr als nur eine Alternative ist. Nehmen wir das Beispiel Amazon: Zu Hochzeiten, wie zum Beispiel Weihnachten, braucht Amazon leistungsstarke IT-Systeme, viel Speicherplatz und mehr Mitarbeiter auf den Systemen, um die ganzen Bestellungen ausführen zu können. Nach Weihnachten jedoch lässt dieser Ansturm abrupt nach und die IT-Infrastruktur ist zu einem großen Teil nicht mehr notwendig. Dank der Cloud also, kann man seine Ressourcen mit nur einem Klick erhöhen und dann auch wieder mit einem Klick beenden und zahlt dementsprechend nur für das, was man aktuell an Leistungen benötigt. So hat man, im Vergleich zu früher, also geringere Investitionskosten mit Cloud-Lösungen und kann das freie Kapitel an anderer Stelle einsetzen. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass man auch mal relativ kostengünstig etwas Neues ausprobieren kann. Gefällt es einem, baut man es flexibel aus und sollte es nicht die passende Lösung sein, kann man schnell einen Wechsel ausführen.

On Premise

Bevor wir nun an der Stelle weiter auf die Cloud und die Vor- und Nachteile eingehen, möchten wir erst einmal das Thema On Premise genauer erklären. On Premise bedeutet erst einmal nichts anderes als "in den eigenen Räumlichkeiten" oder "vor Ort". In Verbindung mit Software heißt es also nichts anderes, als dass Sie das Programm direkt bei sich vor Ort, auf eigenen Servern installieren. Bei kommerzieller On Premise Software erwirbt oder mietet der Lizenznehmer die benötigte Software und betreibt diese in eigener Verantwortung auf seiner eigenen oder gehosteten Hardware. Neben den einmaligen Anschaffungskosten von Soft- und Hardware fallen dabei auch die üblichen Betriebskosten, wie z. B. Strom, zusätzliche Lüftung und Kühlung etc. an. Zusätzlich muss man bei einer Installation On Premise Wartungskosten einkalkulieren, da sowohl die Soft- als auch die Hardware regelmäßig geupdated werden müssen. On Premise Installationen haben insbesondere den Vorteil, dass alles bei Ihnen vor Ort bleibt. Das ist vor allem im Punkt Datenschutz jedoch für die meisten Unternehmen und Einrichtungen das wichtigste Gut und ist deshalb auch oftmals der Grund, warum man sich letztendlich für On Premise entscheidet.

Doch ist On Premise wirklich so viel sicherer

Das ist wie die Frage nach der Henne und Ei Prinzip: Cloud-Enthusiasten schwören auf die Vorteile und Sicherheit, während On Premise Fans Ihre Variante als die sicherste und beste bezeichnen. Was ist nun die Wahrheit? Für uns liegt die Wahrheit, wie so oft, auch hier in der Mitte. Selbstverständlich ist es so, dass man in der Cloud einem Anbieter Zugriff auf Inhalte, teilweise auch auf sensible Daten gewähren muss. Jedoch sind, vornehmlich deutsche Anbieter, mittlerweile so erpicht auf das Thema Datenschutz und Sicherheit, dass die Messlatte beinahe höher liegt, als bei On Premise Anwendungen. Gerade bei On Premise ist man sehr stark auf das Know-how und die Fähigkeiten der eigenen Mitarbeiter oder der IT-Abteilung angewiesen. Machen diese Ihren Job nicht ordentlich, sind auch hier Hackern Tür und Tor geöffnet. Hat man also in diesem Bereich eine Schwachstelle, fällt ein solcher Angriff auch nicht unbedingt zeitnah auf. Doch auch die Software kann dabei einer der Schwachstellen sein. Siehe zum Beispiel der groß angelegte Angriff auf selbst verwaltete Microsoft-Exchange-Server. Bereits seit 2021 ist dieser Angriff regelmäßig in der Presse, da noch immer nicht alle Unternehmen den notwendigen Patch installiert haben und somit die Systeme massiv gefährdet sind. Schließt die IT also solche Lücken nicht rechtzeitig, weil man sich um die Server nicht ausreichend kümmert oder gerade keine Zeit dafür hat, ist das Risiko bei solchen Anwendungen weitaus höher als es in der Cloud der Fall wäre. Davor sind dann auch Regierungseinrichtungen und Großkonzerne nicht gefeilt. Cloud-Anbieter schließen Lücken, sobald diese bekannt werden und Sie müssen sich als Nutzer um nichts mehr kümmern. Man muss natürlich auch darauf vertrauen, dass das Unternehmen, mit welchem man an der Stelle arbeitet, zuverlässig und seriös arbeitet. Einen hundertprozentigen Schutz gibt es in beiden Varianten nicht. Man muss das Risiko mit dem Nutzen in Gleichung setzen und dann seine Entscheidung treffen. Dabei gilt es zu beachten, dass Cloud-Anbieter auf positive Bewertungen und langfristige Geschäftsbeziehungen angewiesen sind und wählt man hier mit Bedacht, ist eine Cloud-Lösung vielleicht sogar in vielen Fällen sicherer als On Premise.

 

 

Cloud

On Premise

Installation Die Software wird vom Anbieter im Rechenzentrum gehostet. Keine Installation notwendig Die Software muss vom Kunden auf eigener Hardware installiert werden
Skalierbarkeit Funktionen, Leistung, Speicherplatz o.ä. können flexibel erweitert werden Für mehr Leistung muss die Hardware getauscht oder ersetzt werden
Datenschutz Man muss definitiv prüfen welcher Firma man seine Daten anvertraut Alle Daten bleiben bei einem selbst
Aufwand Keine Installation notwendig, keine eigene Technik und Know-how notwendig Die IT muss die Installation und Wartung selbst übernehmen. Know-how sollte vorhanden sein
Wartung Hier übernimmt der Anbieter die Wartung der Soft- und Hardware und ersetzt innerhalb einer kurzen Frist die Hardware Der Kunde selbst muss sich um Server und Software kümmern und für Reparaturen und Wartung aufkommen
Hilfestellung Anbieter der Cloud können bei Bedarf auf die Cloud des Kunden und sofort Hilfe bieten Hier muss der Anbieter der Software über eine zur Verfügung gestellte Software auf die Infrastruktur des Kunden zugreifen
Kosten Miet- oder Abokosten für die Software und Cloud. Keine Kosten für IT, Wartung und Hardware an. Es fallen Kosten für Personal, Server und Wartung an. 

MagicInfo On Premise oder MagicInfoCloud?

Wie Sie bestimmt schon mehrfach auf unserer MagicInfoCloud Seite lesen konnten, bieten wir mit unserer MagicInfoCloud das beliebte Content-Management-System (CMS) von Samsung in der Cloud-Variante als auch als klassische On Premise Kauflösung an. Nutzen Sie MagicInfo On Premise, müssen Sie einen Windows-Server mit mindestens Windows Server 2016 Betriebssystem zur Verfügung haben und darauf sowohl den aktuellen MagicInfo Server als auch die notwendige Datenbank installieren. Für erfahrene IT-Mitarbeiter ist die Installation in etwa einer Stunde erledigt und MagicInfo ist einsatzbereit. Jedoch muss auch der Server und die MagicInfo Software regelmäßig mit Patches oder Updates versehen werden und so haben Sie neben den Betriebskosten für den Server, eben auch regelmäßig Wartungskosten einzuplanen und das Risiko der Serversicherheit liegt gänzlich bei Ihnen.

Bei unserer MagicInfoCloud spielt all das jedoch keine Rolle. Wir hosten für Sie alles in unserem sicheren Rechenzentrum mit Standort in Deutschland und schützen Ihren Server vor ungewollten Zugriffen. Bei Problemen oder Fehlern an den Servern oder MagicInfo kümmern wir uns im Hintergrund um die Lösung, sodass Sie davon in der Regel nichts bemerken werden. DSGVO ist für uns nicht nur ein Wort, sondern ist unsere wichtigste Maxime. Wir sorgen dafür, dass Sie MagicInfo in der Cloud unbeschwert einsetzen können und Ihre sensiblen Daten jederzeit geschützt bleiben. Vor Ort benötigen Sie dann keinen Server mehr und sparen sich so gleichzeitig dessen hohe Strom- und Betriebskosten. Die Hardware, mit welcher Sie MagicInfo-Inhalte erstellen und Ihre Displays verwalten können, hat dabei keine speziellen Anforderungen an das Endgerät. Nehmen Sie einfach Ihr vorhandenes Laptop, einen PC, ein Tablet oder Smartphone. Solange der Microsoft Edge- oder Chrome Browser darauf installiert ist und Sie Internet zur Verfügung haben, steht unserem Digital Signage Content-Management-System nichts im Wege.

Kontaktieren Sie uns, sollten Sie zu unseren Standards und Zertifikaten weitere Fragen haben. Selbstverständlich unterstützen Sie unsere Experten auch jederzeit, sollten Sie MagicInfo trotzdem lieber bei sich vor Ort (On Premise) installieren wollen. Wir sind in beiden Fällen für Sie da.

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